Zum Inhalt springen
  • Start
  • Ratgeber
  • Hundesprache verstehen – 7 wichtige Tipps zur Körpersprache von Hunden

Ratgeber

Hundesprache verstehen – 7 wichtige Tipps zur Körpersprache von Hunden

Redaktion hundeschule.net6 Minuten Lesezeit
Hundesprache verstehen – 7 wichtige Tipps zur Körpersprache von Hunden
Wer einen Hund hält, weiß, dass dieser zwar berechtigterweise als bester Freund des Menschen gilt, ein harmonisches Zusammenleben aber auch viel Arbeit bedeutet. Der Hund muss erzogen werden und die wesentlichen Hausregeln lernen, um sich in den Alltag seiner Familie einfügen zu können. Gleichzeitig muss man sich als Mensch auf den Hund einlassen und um dessen Bedürfnisse wissen. Zudem ist es immens wichtig, die Hundesprache zu verstehen. Dazu muss man sich vor allem mit der Körpersprache von Hunden auseinandersetzen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Hunde sprechen vor allem mit dem Körper: Ohren, Rute, Maul, Blick und Haltung gehören zusammen.
  • Einzelne Signale wie Gähnen oder Lecken über das Maul zeigen oft Unsicherheit oder Stress.
  • Eine wedelnde Rute heißt nicht automatisch Freude. Entscheidend ist das Gesamtbild in der Situation.

So kommunizieren Hunde

Wenn es um die Kommunikation von Hunden geht, denken die meisten Menschen vor allem an Lautäußerungen wie Bellen, Heulen und Knurren. Das sind ohne Frage wichtige Zeichen, aber ein großer Teil der Kommunikation von Hunden findet auf körpersprachlicher Ebene statt. Hunde setzen ihren gesamten Körper zur Kommunikation ein. So liefern die Kopfhaltung, die Ohren, die Mimik, das Fell und die Haltung der Rute wichtige Signale.

Typische körpersprachliche Signale von Hunden

All diejenigen, die Hunde verstehen möchten, sollten auf die gesamte Körperhaltung des Tieres achten. Zudem müssen sie die hündische Körpersprache richtig deuten. Indem man einige der wichtigsten Signale kennt, kann man ein besseres Gefühl für die Körpersprache von Hunden entwickeln und falsche Interpretationen vermeiden. Daher gibt es nachfolgend eine Übersicht über einige typische Haltungen, die von unwissenden Menschen häufig missverstanden werden:
  • Gähnen Hunde gähnen nicht nur aus Müdigkeit, sondern nutzen dieses auch als Beschwichtigungssignal. So versuchen sie, stressige Situationen zu entschärfen. Gähnen kann somit Verunsicherung anzeigen und dazu dienen, das Gegenüber zu beruhigen.
  • Über das Maul lecken Wenn sich Hunde über das Maul lecken, zeigen sie oftmals Unsicherheit. Sie wollen die Situation entspannen und zeigen sich zugleich unterwürfig, indem sie den Blick abwenden.
  • Pföteln Wenn ein Hund eine Vorderpfote anhebt oder anwinkelt, spricht man vom Pföteln. Je nach Situation kann der Hund dadurch Überforderung zum Ausdruck bringen oder sein Gegenüber herausfordern.
  • Kopf abwenden Hunde, die ihren Kopf abwenden, zeigen keineswegs Desinteresse, sondern agieren deeskalierend. Sie bringen ihr Unwohlsein zum Ausdruck und wollen die Situation entschärfen. Indem sie den Blick abwenden, vermeiden sie eine Provokation und zeigen sich vielmehr sehr höflich.
  • Fixieren Hunde, die sich mit ihren Blicken fixieren, liefern sich ein Kräftemessen. Das starre Erwidern des Blicks hat eine provokante Komponente und sollte dementsprechend wahrgenommen werden.

Passende Online-Kurse

Werbung: Die Links führen zum Anbieter. Kaufst du dort, erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Wir haben die Kurse nach Thema ausgewählt und ihre Beschreibungen gelesen, aber nicht selbst durchlaufen. Preise und Inhalte stehen auf der Seite des Anbieters.

Video-Kurs · frohehunde

Hundeschule / Hundetraining - Mit Hunden sprechen

Video-Kurs der Verhaltensforscherin Gudrun Feltmann zum Umgang mit dem Hund über Körpersprache.

Zum Kurs

E-Book · HundecoachWolfgangSiebel

Hunde verstehen von Anfang an - Dein Workbook und Guide

E-Book mit Workbook eines Hundecoachs zum Verstehen von Körpersprache und Verhalten von Anfang an.

Zum Kurs

So kann man die eigene Körpersprache im Hundetraining nutzen

Hundehalter/innen tun gut daran, sich der Hundeerziehung zu widmen und mit ihrem Vierbeiner zu trainieren. So bringen sie ihm die Hausregeln bei, lasten ihn aus und arbeiten zugleich an ihrer Beziehung. Die Körpersprache darf dabei auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Einerseits kann man das Verhalten des Vierbeiners so besser verstehen, andererseits die eigene Körpersprache im Hundetraining nutzen. Durch die eigene Körpersprache kann man direkten Einfluss auf den Hund ausüben. Man kommuniziert auf einer für den Hund natürlichen Ebene, was der Beziehung zwischen Mensch und Hund sehr zuträglich sein kann.

Hundeschule in deiner Nähe

Ort oder Postleitzahl eingeben - wir zeigen alle Hundeschulen, Trainer und Vereine im Umkreis.

Checkliste: Diese Möglichkeiten gibt es, um sich mit der Körpersprache von Hunden vertraut zu machen

Dass sich Hundehalter/innen mit der körpersprachlichen Kommunikation auseinandersetzen sollten, steht außer Frage. Hunde kommunizieren vor allem körperlich und senden so permanent Signale. Um diese interpretieren zu können, muss man sich zunächst mit der Körpersprache von Hunden vertraut machen. Die folgende Checkliste zeigt auf, auf welchen Wegen dies gelingen kann:
  • Hundeschule
  • Fachliteratur
  • intensives Beobachten von Hunden
  • Beratung beim Tierarzt
  • Teilnahme an Hundeseminaren

7 Tipps zur Körpersprache von Hunden

Im Zusammenleben mit Hunden zeigt sich immer wieder, wie wichtig die Körpersprache ist. Als Halter/in sollte man sich dessen bewusst sein und diese Form der Kommunikation beachten. Nachfolgend gibt es dazu sieben kurze Tipps, die es zu beachten lohnt:
  • Beobachten Sie Ihren Hund und achten Sie auf die Mimik, die Ohren, die Rute, das Fell und die gesamte Körperhaltung!
  • Interpretieren Sie das Verhalten Ihres Hundes stets unter Berücksichtigung der gesamten Situation!
  • Befassen Sie sich mit den typischen Beschwichtigungssignalen von Hunden!
  • Informieren Sie sich darüber, woran man Aggressivität beim Hund erkennt!
  • Vermeiden Sie eine Körperhaltung, die auf Ihren Hund bedrohlich wirken könnte!
  • Bedenken Sie, dass Sie ein Mensch sind! Vermeiden Sie daher Versuche, wie ein Hund mit Ihrem Vierbeiner zu kommunizieren!
  • Holen Sie den fachlichen Rat eines Hundetrainers ein, um Ihren Hund besser zu verstehen!

Welche Rolle spielt die Körpersprache in der Kommunikation von Hunden?

Die größte. Laute wie Bellen oder Knurren sind nur ein Teil. Viel mehr verraten Ohrenstellung, Rutenhaltung, Spannung im Körper, Blick und Maul. Hunde lesen diese Signale untereinander sehr genau und versuchen es auch bei Menschen.

Wie kann man das Verhalten des Hundes mit der eigenen Körpersprache beeinflussen?

Durch Haltung und Bewegung. Frontal und gebeugt auf einen Hund zuzugehen und ihm direkt in die Augen zu sehen, wirkt auf viele Hunde bedrohlich. Seitlich stehen, in die Hocke gehen und den Blick weich halten, wirkt einladend. Im Training helfen ruhige, eindeutige Bewegungen und Handzeichen, die immer gleich aussehen.

Wie deutet man die Körpersprache von Hunden richtig?

Immer im Zusammenhang. Ein Hund, der gähnt, kann müde sein oder gestresst. Wichtig ist, mehrere Signale gleichzeitig zu betrachten und die Situation dazu: Was ist gerade passiert, wer ist in der Nähe? Hilfreich ist es, den eigenen Hund in entspannten Momenten genau zu beobachten, um Veränderungen später zu erkennen.

Wer kennt sich mit der Körpersprache von Hunden aus?

Erfahrene Hundetrainer, Verhaltensberater und Tierärzte mit Zusatzausbildung in Verhaltensmedizin. Viele Hundeschulen bieten Seminare zur Körpersprache an, oft auch mit Videoanalyse des eigenen Hundes.

Die wichtigsten Signale auf einen Blick

SignalKann bedeuten
Lockere Haltung, weiches Gesicht, Rute in mittlerer Höheentspannt
Gähnen, Lecken über die Nase, Kopf abwendenUnsicherheit, Wunsch nach Entspannung
Geduckte Haltung, Rute eingeklemmt, Ohren zurückAngst
Starrer Blick, angespannter Körper, Rute hoch und steifAnspannung, mögliche Drohung
Lefzen hochziehen, Knurrendeutliche Warnung, Abstand geben
Vorderkörper tief, Hinterteil hoch (Spielverbeugung)Spielaufforderung

Knurren ist kein Ungehorsam, sondern eine wichtige Warnung. Wer Knurren bestraft, riskiert, dass der Hund beim nächsten Mal ohne Vorwarnung schnappt. Besser ist es, Abstand zu schaffen und herauszufinden, was ihn stört.

Häufige Fragen zur Hundesprache

Heißt Schwanzwedeln immer Freude?

Nein. Wedeln zeigt vor allem Erregung. Ein lockeres Wedeln mit entspanntem Körper ist freundlich, ein schnelles Wedeln mit hoch erhobener, steifer Rute kann Anspannung bedeuten.

Was sind Beschwichtigungssignale?

Signale wie Gähnen, Kopf abwenden, Lecken über die Nase oder Schnüffeln am Boden, mit denen Hunde Spannung abbauen und Konflikte vermeiden.

Soll ich Knurren bestrafen?

Nein. Knurren ist eine Warnung. Wird sie bestraft, lernt der Hund, nicht mehr zu warnen. Schaffe Abstand und kläre die Ursache, bei Bedarf mit einem Trainer.

Stand: Oktober 2026. Der Grundtext stammt aus unserem Ratgeber von 2022, Kurzüberblick, Einordnung, Ergänzungen und Fragen sind 2026 hinzugekommen.

Hat dir dieser Beitrag geholfen?

5,0/5 · 2 Bewertungen▲ bitte bewerten

Mehr aus „Ratgeber“

Weiterlesen

Das könnte als Nächstes wichtig werden