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Ratgeber

Mehrhundehaltung: Leben mit zwei oder mehr Hunden

Redaktion hundeschule.net2 Minuten Lesezeit

Viele Hundehalter träumen von einem zweiten Hund. Zwei Hunde können zusammen spielen, sich Gesellschaft leisten und voneinander lernen. Sie bedeuten aber auch doppelte Kosten, mehr Organisation und manchmal Konflikte. Mit guter Vorbereitung gelingt das Zusammenleben meist gut.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Zweithund ersetzt keine Erziehung und löst keine Probleme des Ersthundes, etwa beim Alleinbleiben.
  • Die erste Begegnung findet am besten auf neutralem Gelände statt, beide Hunde an lockerer Leine.
  • Jeder Hund braucht eigene Ruheplätze, eigene Futterstellen und Zeit allein mit dir.
  • Viele Gemeinden verlangen für den zweiten Hund eine höhere Hundesteuer als für den ersten.

Passt ein Zweithund?

  • Ist dein erster Hund gut erzogen und mit anderen Hunden verträglich?
  • Hast du Zeit für Spaziergänge, Training und Einzelzeit mit jedem Hund?
  • Reichen Platz, Auto und Budget für Futter, Tierarzt, Versicherung und Steuer?
  • Passen Alter, Größe und Temperament zusammen? Ein sehr junger, wilder Hund kann einen älteren Hund überfordern.

Die Zusammenführung

  1. Neutraler Ort: Ein ruhiger Weg, auf dem keiner der Hunde Revier verteidigt.
  2. Parallel gehen: Erst nebeneinander mit Abstand spazieren, dann langsam annähern.
  3. Kurze Kontakte: Locker schnüffeln lassen, nach wenigen Sekunden weitergehen. Körpersprache genau beobachten, siehe Ratgeber Hundesprache.
  4. Zu Hause vorbereitet: Spielzeug, Kauartikel und Näpfe anfangs wegräumen, damit es keinen Streit um Ressourcen gibt.
  5. Getrennte Pausen: In den ersten Wochen getrennte Ruhezonen, zum Beispiel mit einem Türgitter.

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Alltag mit mehreren Hunden

  • Einzeln trainieren: Neue Übungen mit jedem Hund allein, dann gemeinsam.
  • Getrennt füttern: Damit jeder in Ruhe frisst.
  • Auf Mobbing achten: Bedrängt ein Hund den anderen ständig, braucht es Regeln und Pausen, bei Bedarf mit einem Trainer.
  • Gruppenhaltung: Die Tierschutz-Hundeverordnung sieht vor, dass mehrere Hunde auf demselben Grundstück grundsätzlich in der Gruppe gehalten werden, sofern andere Rechtsvorschriften dem nicht entgegenstehen.

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Häufige Fragen zur Mehrhundehaltung

Hilft ein zweiter Hund gegen Trennungsstress?

Nicht verlässlich. Viele Hunde vermissen trotzdem ihren Menschen. Das Alleinbleiben sollte trainiert sein, bevor ein Zweithund einzieht.

Rüde und Hündin, oder lieber gleichgeschlechtlich?

Gemischte Paare gelten oft als unkomplizierter, entscheidend sind aber Charakter, Alter und Verträglichkeit. Bei unkastrierten Paaren muss die Läufigkeit gut gemanagt werden.

Kostet der zweite Hund mehr Steuer?

In vielen Gemeinden ja: Für den zweiten und jeden weiteren Hund ist die Hundesteuer oft höher. Die Sätze legt jede Gemeinde selbst fest.

Stand: Oktober 2026. Quelle: § 2 Tierschutz-Hundeverordnung.

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