- Hunde ziehen, weil sie damit ans Ziel kommen. Lockere Leine muss sich für den Hund mehr lohnen als Ziehen.
- Stehenbleiben bei gespannter Leine und Belohnen an deiner Seite sind die zwei Grundprinzipien.
- Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont den Hals, Leinenruck und Schreien schaden.
Worum geht es in einem Leinenführigkeits-Kurs?
Mit Hilfe eines Leinenführigkeits-Kurs werden Hunde daran gewöhnt, entspannt an einer lockeren Leine neben seinem Menschen zu gehen. Je nachdem wie problematisch der Hund an der Leine geht, sind verschiedene Ansätze zum Leinenführigkeits-Training anzuwenden. Dennoch haben sich im Allgemeinen zwei Grundprinzipien etabliert:- Sobald die Leine gespannt wird, weil der Hund etwas zieht oder schneller läuft, bleibt der Mensch stehen und unterbricht den Spaziergang, sodass auch der Hund nicht mehr weiter gehen kann. Gegebenenfalls kann dann auch die Richtung gewechselt werden.
- Bleibt die Leine locker und läuft der Hund souverän weiter, so können beide entspannt den Spazieren genießen.
- Schlage niemals deinen Hund. Auch Anschreien ist nicht nur kontraproduktiv für das Training an der Leine, sondern kann den Hund dauerhaft verstören und die Mensch-Hund-Beziehung für immer zerstören.
- Arbeite als Laie niemals mit sogenannten „Haltis“. Wenn überhaupt gehören solche Kopfhalfter nur in die Hände von erfahrenen Hundelehrern, da es sonst zu dauerhaften Haltungsschäden des Hundes kommen kann.
- Falls der Hund sehr stark ziehen sollte, kann das Halsband des Hundes durch ein Brustgeschirr getauscht werden. So wird der empfindliche Hals geschont.
Zur Warnung vor Kopfhalftern oben: Kopfhalfter sind unter Trainern umstritten. Viele Hunde empfinden sie als unangenehm, und ein Ruck an der Leine wirkt direkt auf den Kopf. Wenn überhaupt, gehören sie nach sorgfältiger Gewöhnung in erfahrene Hände. Dass sie regelmäßig zu dauerhaften Haltungsschäden führen, ist uns allerdings nicht belegt. Für die meisten Hunde ist ein gut sitzendes Brustgeschirr die bessere Wahl.
Wie gewöhnt man einen Welpen an die Leine?
Welpen mögen es meist so gar nicht, wenn man ein Halsband und eine Leine an ihnen befestigt. Nichtsdestotrotz sollten Hundehalter/innen bereits im Welpenalter das Anlegen des Halsbandes und später das Laufen an der Leine üben, da es sonst im höheren Alter zu Problemen kommen kann. Die ersten Übungen mit der Leine können zunächst in der Wohnung stattfinden. Man versucht den Welpen an einer lockeren Leine nur wenige Meter zu sich zu locken. Bei erfolgreicher Übung kann diese beendet und zu einen späteren Zeitpunkt wiederholt werden. Hat sich der Welpe an die Leine gewöhnt, kann die Übung nach draußen verlagert werden und dort in kleinen Schritten erschwert werden.Passende Online-Kurse
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Zum KursWie sinnvoll ist das Leinenführigkeits-Training mit einem Hundetrainer?
Viele Hundehalter/innen trainieren das Laufen an der Leine zuerst auf eigene Faust. Mit zusätzlicher Fachliteratur gelingt dies auch in vielen Fällen. Doch wer mit dem Thema nachlässig umgeht, hat früher oder später einen kleinen Dickkopf an seiner Seite. Solche Fehler lassen sich mit viel Training korrigieren, doch konsultieren viele Halter/innen hier einen professionellen Hundetrainer. Ein Experte weiß genau was zu tun ist, während wahllose Trainingseinheiten von Laien die Situation sogar noch verschlimmern können. Der Hundetrainer beurteilt zunächst das Verhalten des Hundes in Verbindung mit dem Spaziergang. Danach wird gezielt an der Aufmerksamkeit des Hundes zu seinem Menschen gearbeitet. Das fähige Auge eines Trainers sieht rasch die Fehler des Menschen und weiß sie mit kompetenten Trainingseinheiten zu eliminieren. Nach geduldigem Training sollte der Hund aufmerksam und ruhig an der Leine gehen können, ohne ziehen und ohne kläffen.Hundeschule in deiner Nähe
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So übst du die lockere Leine
- Belohnungsposition festlegen: Belohne immer an derselben Stelle neben deinem Bein. Dort lohnt es sich für den Hund zu sein.
- Stehenbleiben bei Zug: Wird die Leine straff, bleib stehen. Kommt der Hund zurück oder lockert die Leine, geht es weiter.
- Richtung wechseln: Zieht er Richtung Ziel, geh in die andere Richtung und belohne, wenn er mitkommt.
- Kurz und oft: Lieber zehn Minuten bewusstes Üben als ein langer Spaziergang, auf dem alles erlaubt ist.
- Freizeit erlauben: Mit einem eigenen Signal darf der Hund an langer Leine schnüffeln. Das macht Phasen der Leinenführigkeit leichter.
Pöbelt dein Hund an der Leine gegenüber anderen Hunden, ist das ein eigenes Thema. Mehr dazu im Ratgeber Hundebegegnungen.
Häufige Fragen zur Leinenführigkeit
Halsband oder Brustgeschirr?
Für Hunde, die ziehen, ist ein gut sitzendes Brustgeschirr meist die schonendere Wahl, weil der Druck nicht auf dem Hals liegt.
Wie lange dauert es, bis ein Hund an lockerer Leine geht?
Bei Welpen oft wenige Wochen, bei erwachsenen Hunden, die lange gezogen haben, eher Monate. Entscheidend ist, dass sich Ziehen nie mehr lohnt.
Hilft ein Leinenruck?
Wir raten davon ab. Er kann Schmerzen verursachen, belastet den Hund und bringt ihm nicht bei, was er stattdessen tun soll.
Stand: Oktober 2026. Quelle zu aversiven Methoden: Vieira de Castro u. a., PLOS ONE 2020. Der Text bis zu den Ergänzungen stammt aus unserem Ratgeber von 2022, Kurzüberblick, Einordnung, Übungsschritte und Fragen sind 2026 ergänzt.
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