Welpenschule: Die richtige Prägung und Erziehung von Hundewelpen
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Welpenschule: Die richtige Prägung und Erziehung von Hundewelpen

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Wer einen Welpen aufnimmt, sollte sich bewusst sein, dass es sich um ein Hundebaby handelt. Der Welpe ist bereit für seine neue Familie, muss aber die Regeln des Zusammenlebens noch lernen. Zudem muss er sich in seinem neuen Zuhause eingewöhnen. Als Halter/in sollte man Geduld und Verständnis haben. Gleichzeitig sollte es nicht versäumt werden, für eine grundlegende Erziehung des Welpen zu sorgen.

Auch sollte der Welpe viele Reize erleben können, um zu einem selbstsicheren und alltagstauglichen Hund heranzuwachsen. Vielerorts gibt es Welpenschulen, die diesen Prozess unterstützen und gute Anlaufstellen für neue Hundehalter/innen sind. Grundsätzlich sollte man sich umfassend informieren und gut auf den Einzug eines Welpen vorbereiten, um diesem den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.

Die verschiedenen Angebote der Hundeschulen für Welpen

Viele Hundeschulen bieten Erziehungskurse für erwachsene Hunde an, gehen aber auch auf die Bedürfnisse von Welpen ein. Die folgenden Angebote sind weit verbreitet:

  • Welpenspielstunden
  • Welpenschule

Zum Teil ist auch von einem Welpenkindergarten die Rede, schließlich sollen die Hunde spielerisch und altersgerecht lernen. Hier haben sie Kontakt zu anderen Welpen und absolvieren kleine Übungen, die der Erziehung und Bindung dienen. Zudem werden sie mit unterschiedlichen Reizen konfrontiert.

Die Grundlagen der Welpenerziehung für Hundehalter/innen

In der Welpenerziehung geht es vor allem um die Stubenreinheit und die Gewöhnung an alltägliche Situationen. Darüber hinaus soll eine Bindung zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden, die das Fundament für ein harmonisches Zusammenleben schafft.

Die Beziehungsarbeit ist demnach ein wesentliches Element der Welpenerziehung. Unterschiedliche Reize sorgen zudem dafür, dass der Welpe die Welt entdeckt und sich mit unterschiedlichen Orten, Menschen und auch anderen Tieren vertraut machen kann. So erlangt er eine Selbstsicherheit, die ihn ein Leben lang begleitet.

In den ersten Lebensmonaten des Hundes wird der Grundstein für sein weiteres Leben gelegt. Er lernt, Menschen zu vertrauen, bindet sich an seine Familie und entdeckt die Welt. Nebenbei kann er bereits einige Kommandos lernen. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Leinenführigkeit, die von Anfang an eingeübt werden sollte. Wer außerdem für ausreichend Kontakte zu anderen Hunden sorgt, kann das Sozialverhalten des heranwachsenden Hundes fördern.

Erwachsene Hunde können selbstverständlich auch noch lernen, aber in der Welpenzeit findet eine wichtige Prägungsphase statt. Zudem lernen junge Hunde auf spielerische Art und Weise besonders leicht. Hundehalter/innen sollten dies nutzen und in der Welpenerziehung auf die folgenden Punkte achten:

  • Bindung
  • Stubenreinheit
  • Leinenführigkeit
  • Sozialverträglichkeit
  • Gewöhnung an unterschiedliche Situationen und Menschen

Die Vorteile der Welpenschule

Wer einen Welpen adoptiert, kann die Welpenerziehung natürlich in Eigenregie angehen. Indem man sich vorab ein wenig einliest, kann man das Hundewissen auffrischen. In der Regel ist der Besuch einer Welpenschule dennoch empfehlenswert. Dafür sorgen vor allem die folgenden Vorteile:

  • fachliche Anleitung durch kompetente Hundetrainer/innen
  • vielfältige Spielmöglichkeiten für Welpen
  • unterschiedlichste Reize
  • Kontakt zu Artgenossen

So laufen Kurse im Bereich der Welpenerziehung ab

Welpenkurse verfolgen stets einen spielerischen Ansatz und geben den Hunden die Gelegenheit, ausgiebig miteinander zu spielen. Währenddessen kann sich der Welpe nicht nur austoben, sondern verbessert auch seine soziale Kompetenz. Zwischendurch können immer wieder kleine Übungen, wie zum Beispiel das Heranrufen oder das Gehen an der Leine, stattfinden.

Nebenbei werden die Welpen mit unterschiedlichen Reizen konfrontiert, indem sie einen Parcours durchlaufen oder auch in der Welpengruppe kleine Ausflüge unternehmen.

Welpenkurse finden in der Regel einmal wöchentlich statt und erstrecken sich über mehrere Wochen. Wenn der Hund dann 16 oder 18 Wochen alt ist, ist er dem Welpenkurs entwachsen. An diesem Punkt endet zwar die Welpenschule, aber in keiner Weise die Hundeerziehung.

5 Tipps zur Vorbereitung auf den Einzug eines Welpen

Wer einen Hund anschaffen möchte und bald einen Welpen bekommt, ist voller Euphorie. Die Vorfreude ist riesengroß, schließlich zieht bald der ersehnte Vierbeiner ein. Die Zeit bis dahin kann man sinnvoll nutzen, indem man einige Vorkehrungen trifft und sich auf den Einzug des Welpen vorbereitet. Passend dazu gibt es nachfolgend fünf kurze Tipps:

  • Machen Sie Ihre Wohnung welpensicher!
  • Kaufen Sie das notwenige Hundezubehör, wie zum Beispiel Leine, Näpfe und Körbchen!
  • Erkundigen Sie sich nach einer guten Welpenschule in der Nähe!
  • Nehmen Sie sich Urlaub für die erste Zeit nach dem Einzug des Welpen!
  • Kümmern Sie sich gegebenenfalls um eine Genehmigung des Vermieters hinsichtlich der Hundehaltung!

Checkliste: Daran erkennt man eine gute Welpenschule

Dass der Besuch eines Welpenkurses, einer Welpengruppe oder einer Welpenschule sehr sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Entscheidend ist aber auch, dass es sich um eine gute Welpenschule handelt. Im Zuge der Recherche ergeben sich oftmals mehrere Optionen. Daher ist es erforderlich, eine Auswahl zu treffen. Anhand der folgenden Checkliste können sich angehende Hundehalter/innen vergegenwärtigen, worauf es in erster Linie ankommt.

Eine gute Welpenschule erkennt man an den folgenden Punkten:

  • Leitung durch eine/n erfahrene/n Hundetrainer/in
  • ausführliche Beratungen für die Halter/innen
  • Berücksichtigung der unterschiedlichen Größen und Rassen
  • Freispiel, Übungen und Pausen wechseln sich ab
  • geringe Teilnehmerzahl
  • zusätzliche Ausflüge in der Welpengruppe

Wann sollte man mit einem Hund die Welpenschule besuchen?

Wenn ein Welpe einzieht, sollte er zunächst die Gelegenheit bekommen, sich in seinem neuen Zuhause einzugewöhnen. Nach rund einer Woche kann der erste Besuch der Welpenschule aber durchaus eingeplant werden. So wird der Welpenkurs zu einem Teil des Alltags und begleitet die Prägung sowie Erziehung des Welpen von Anfang an.

Was kostet der Besuch der Welpenschule?

Die Kosten, die im Rahmen des Besuchs der Welpenschule anfallen, können stark variieren. Einige Anbieter rechnen pro Stunde ab, während in anderen Fällen der gesamte Welpenkurs gebucht wird. Es gibt zudem auch Abo-Modelle, bei denen ein pauschaler Monatsbeitrag erhoben wird, der zur Inanspruchnahme verschiedener Kurse der Hundeschule berechtigt. Allgemeingültige Angaben zu den Preisen von Welpenkursen kann es somit nicht geben.

Wie geht es nach der Welpenschule weiter?

Wenn der Hund kein Welpe mehr ist und zu einem Junghund herangewachsen ist, endet die Welpenschule. Die richtige Hundeerziehung fängt dann aber erst an. Dementsprechend bietet es sich an, nach der Welpenschule die Hundeschule weiter zu besuchen. Häufig werden spezielle Junghundekurse angeboten.

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