- Der VDH ist der Dachverband für Zucht und Hundesport mit 185 Mitgliedsvereinen. Für Hundetrainer gibt es eigene Berufsverbände wie BHV, IG-Hundeschulen, VdTT, IBH und BVZ.
- Eine Mitgliedschaft ist freiwillig. Gewerbliche Hundetrainer brauchen unabhängig davon eine Erlaubnis des Veterinäramts nach § 11 Tierschutzgesetz.
- Die Verbände verpflichten ihre Mitglieder meist auf gewaltfreies Training und regelmäßige Weiterbildung. Das ist ein gutes Auswahlkriterium für eine Hundeschule.
VDH – Verband für das Deutsche Hundewesen
Wenn es um bedeutende Einrichtungen im deutschen Hundewesen geht, ist allen voran der VDH zu nennen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der VDH ins Leben gerufen und hat bis heute Bestand. Er tritt vor allem als Dachorganisation für zahlreiche andere Vereine in Erscheinung und präsentiert sich zugleich als Zuchtverband.Richtigstellung (2026): Der VDH ist jünger als oben beschrieben. Nach eigener Darstellung wurde 1906 die Grundlage gelegt, damals als Kartell der Zuchtvereine. Der heutige Verband für das Deutsche Hundewesen entstand 1949 als Nachfolger. Er ist Dachorganisation für 185 Mitgliedsvereine und vertritt nach eigenen Angaben 600.000 Hundehalter. Der VDH ist das deutsche Mitglied der Fédération Cynologique Internationale (FCI), nach deren Ordnung zum Beispiel die Begleithundeprüfung abgenommen wird.
BHV – Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen
Der BHV existiert bereits seit 1996 und bringt kompetente Hundetrainer/innen zusammen. Eine moderne und gewaltfreie Hundeerziehung ist das zentrale Anliegen des Verbands und eint alle Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen, die BHV-Mitglieder sind. Fundierte Qualifizierungen und ein hohes Ansehen sind BHV-Hundetrainer/innen im Allgemeinen sicher.Hundeschule in deiner Nähe
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IG-Hundeschulen – Interessenverband unabhängiger Hundeschulen
Der Interessenverband unabhängiger Hundeschulen besteht seit dem Jahr 2000 und agiert seither als Berufsverband für Hundetrainer/innen. Neueste Erkenntnisse aus der Verhaltensbiologie und Kynologie sind ebenso wie der Verzicht auf Gewalt in der Hundeerziehung zentrale Prinzipien des Verbands. Dieser unterzieht neue Mitglieder einer sorgfältigen Qualitätsprüfung und setzt zudem auf regelmäßige Weiterbildungen. Mitglieder der IG-Hundeschulen sind somit kompetente Hundetrainer/innen.VDTT – Verband der Tierpsychologen und Tiertrainer
Der VDTT wurde im Jahr 2005 von Hundetrainern und Hundepsychologen ins Leben gerufen und ist bis heute ein Zusammenschluss praktizierender Tierverhaltensberater/innen und -trainer/innen.BVZ – Berufsverband zertifizierter Hundeschulen
Der seit 2007 existierende BVZ bietet behördlich anerkannte Zertifizierungen für Hundetrainer/innen sowie Hundeschulen. Die Mitglieder treten somit als anerkannte Fachleute für die Hundeerziehung in Erscheinung und verfügen über eine fundierte Qualifikation.Ergänzung (2026): Der Verband heißt heute Berufsverband zertifizierter Hundetrainer e.V. (BVZ-Hundetrainer). Die Zertifizierung selbst nimmt nicht der Verband ab, sondern die Tierärztekammern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Als öffentlich-rechtliche Kammern sind sie die Stellen, deren Abschlüsse das Veterinäramt bei der Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz besonders berücksichtigen kann.
IBH – Internationaler Berufsverband der Hundetrainer & Hundeunternehmer
Als Mitglied des IBH muss man sich nicht nur zur gewaltfreien Hundeerziehung verpflichten, sondern auch regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen. So will der Verband sicherstellen, dass er als Institution für verantwortungsvolle und kompetente Hundetrainer/innen gilt.Die Verbände im Überblick
| Verband | Art | Seit |
|---|---|---|
| VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen | Dachverband Zucht und Hundesport, 185 Mitgliedsvereine | 1949 (Wurzeln 1906) |
| BHV - Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen | Berufsverband, Ausbildung mit IHK Potsdam | 1996 |
| IG-Hundeschulen - Interessengemeinschaft unabhängiger Hundeschulen | Berufsverband, Training ohne Starkzwangmittel | 2000 |
| VdTT - Berufsverband für Tierverhaltensberater und Tiertrainer | Berufsverband, über 300 Mitglieder | 2005 |
| BVZ - Berufsverband zertifizierter Hundetrainer | Berufsverband für Trainer mit Kammer-Zertifikat | 2008 |
| IBH - Internationaler Berufsverband der Hundetrainer:innen und Hundeunternehmer:innen | Berufsverband, Weiterbildungspflicht | 2009 |
Die Jahreszahlen stammen von den Verbänden selbst oder aus Veröffentlichungen über sie. Beim BVZ nennen ältere Darstellungen auch 2007. Das ist das Jahr, in dem die Tierärztekammer Schleswig-Holstein mit der Zertifizierung begann.
Was eine Verbandsmitgliedschaft über einen Hundetrainer aussagt
Eine Mitgliedschaft ist kein staatlicher Abschluss und keine Voraussetzung für die Arbeit als Hundetrainer. Wer gewerbsmäßig Hunde ausbildet oder Halter anleitet, braucht in jedem Fall eine Erlaubnis des Veterinäramts nach § 11 Tierschutzgesetz. Wie das Verfahren abläuft, steht in unserem Ratgeber zur Hundetrainer-Ausbildung.
Für die Suche nach einer guten Hundeschule ist ein Verband trotzdem ein brauchbares Zeichen. Die Berufsverbände nehmen nur Trainer mit nachgewiesener Ausbildung auf, verpflichten ihre Mitglieder zu regelmäßiger Weiterbildung und auf ein Training ohne Gewalt und Schmerz. Frag im Zweifel nach, in welchem Verband ein Trainer ist und welche Prüfung er abgelegt hat. Ein Abschluss bei einer Tierärztekammer oder IHK hat mehr Gewicht als ein Zertifikat, das eine Schule selbst ausstellt.
Hundesport: die Verbände unter dem Dach des VDH
Wer mit seinem Hund Sport treiben oder die Begleithundeprüfung ablegen möchte, landet meist in einem Ortsverein, der zu einem der Sportverbände im VDH gehört. Prüfungsberechtigt für die Begleithundeprüfung sind laut VDH unter anderem der Deutsche Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG), der Deutsche Hundesportverband (dhv), der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV), der Schäferhundverein RSV2000 und mehrere Rassezuchtvereine wie der Boxer-Klub, der Dobermann-Verein oder der Klub für Terrier. In unserem Verzeichnis findest du Hundevereine in deiner Nähe über die Ortssuche.
Häufige Fragen zu Hundeverbänden
Welcher ist der größte Hundeverband in Deutschland?
Der VDH. Er ist Dachorganisation für 185 Mitgliedsvereine und vertritt nach eigenen Angaben 600.000 Hundehalter. Er ist vor allem für Zucht und Hundesport zuständig.
Muss ein Hundetrainer Mitglied in einem Verband sein?
Nein. Vorgeschrieben ist nur die Erlaubnis des Veterinäramts nach § 11 Tierschutzgesetz für gewerbliche Hundetrainer. Eine Verbandsmitgliedschaft ist freiwillig, zeigt aber, dass sich ein Trainer an Standards und Weiterbildung bindet.
Welche Verbände gibt es für Hundetrainer?
Die bekanntesten Berufsverbände sind BHV, IG-Hundeschulen, VdTT, BVZ-Hundetrainer und IBH. Sie unterscheiden sich in Aufnahmebedingungen und Schwerpunkten, setzen aber alle auf Training ohne Gewalt.
Wo kann ich die Begleithundeprüfung machen?
In einem Verein, der zu einem der prüfungsberechtigten Verbände im VDH gehört, etwa DVG, dhv oder SV. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Begleithundeprüfung.
Stand: Oktober 2026. Angaben von den Websites der Verbände (VDH, BHV, IG-Hundeschulen, VdTT, BVZ-Hundetrainer, IBH), geprüft im Oktober 2026; Hessischer Landtag, Drucksache 20/329. Die Abschnitte zu den einzelnen Verbänden stammen aus unserem Ratgeber von 2022, Richtigstellungen und alles ab „Die Verbände im Überblick“ sind 2026 ergänzt.
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