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Welpenschule: Ab wann, was sie kostet und woran man eine gute erkennt

Redaktion hundeschule.net8 Minuten Lesezeit
Welpenschule: Ab wann, was sie kostet und woran man eine gute erkennt
Wer einen Welpen aufnimmt, sollte sich bewusst sein, dass es sich um ein Hundebaby handelt. Der Welpe ist bereit für seine neue Familie, muss aber die Regeln des Zusammenlebens noch lernen. Zudem muss er sich in seinem neuen Zuhause eingewöhnen. Als Halter/in sollte man Geduld und Verständnis haben. Gleichzeitig sollte es nicht versäumt werden, für eine grundlegende Erziehung des Welpen zu sorgen. Auch sollte der Welpe viele Reize erleben können, um zu einem selbstsicheren und alltagstauglichen Hund heranzuwachsen. Vielerorts gibt es Welpenschulen, die diesen Prozess unterstützen und gute Anlaufstellen für neue Hundehalter/innen sind. Grundsätzlich sollte man sich umfassend informieren und gut auf den Einzug eines Welpen vorbereiten, um diesem den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen.
Das Wichtigste in Kürze
  • Welpen dürfen in Deutschland erst mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Rund eine Woche nach dem Einzug kann die Welpenschule beginnen.
  • Vor der ersten Gruppenstunde sollte der Welpe nach der Impfleitlinie die erste Impfung gegen Parvovirose, Staupe und Leptospirose haben, viele Schulen verlangen den Impfpass.
  • Ein Welpenkurs kostet im Median 145 €, eine offene Welpengruppe 18 € je Termin. Das zeigt unsere Auswertung der Preislisten von Hundeschulen.
  • Gute Welpengruppen sind klein, trennen nach Größe und wechseln zwischen Spiel, Übung und Pause.

Die verschiedenen Angebote der Hundeschulen für Welpen

Viele Hundeschulen bieten Erziehungskurse für erwachsene Hunde an, gehen aber auch auf die Bedürfnisse von Welpen ein. Die folgenden Angebote sind weit verbreitet:
  • Welpenspielstunden
  • Welpenschule
Zum Teil ist auch von einem Welpenkindergarten die Rede, schließlich sollen die Hunde spielerisch und altersgerecht lernen. Hier haben sie Kontakt zu anderen Welpen und absolvieren kleine Übungen, die der Erziehung und Bindung dienen. Zudem werden sie mit unterschiedlichen Reizen konfrontiert.

Die Grundlagen der Welpenerziehung für Hundehalter/innen

In der Welpenerziehung geht es vor allem um die Stubenreinheit und die Gewöhnung an alltägliche Situationen. Darüber hinaus soll eine Bindung zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden, die das Fundament für ein harmonisches Zusammenleben schafft. Die Beziehungsarbeit ist demnach ein wesentliches Element der Welpenerziehung. Unterschiedliche Reize sorgen zudem dafür, dass der Welpe die Welt entdeckt und sich mit unterschiedlichen Orten, Menschen und auch anderen Tieren vertraut machen kann. So erlangt er eine Selbstsicherheit, die ihn ein Leben lang begleitet. In den ersten Lebensmonaten des Hundes wird der Grundstein für sein weiteres Leben gelegt. Er lernt, Menschen zu vertrauen, bindet sich an seine Familie und entdeckt die Welt. Nebenbei kann er bereits einige Kommandos lernen. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Leinenführigkeit, die von Anfang an eingeübt werden sollte. Wer außerdem für ausreichend Kontakte zu anderen Hunden sorgt, kann das Sozialverhalten des heranwachsenden Hundes fördern. Erwachsene Hunde können selbstverständlich auch noch lernen, aber in der Welpenzeit findet eine wichtige Prägungsphase statt. Zudem lernen junge Hunde auf spielerische Art und Weise besonders leicht. Hundehalter/innen sollten dies nutzen und in der Welpenerziehung auf die folgenden Punkte achten:
  • Bindung
  • Stubenreinheit
  • Leinenführigkeit
  • Sozialverträglichkeit
  • Gewöhnung an unterschiedliche Situationen und Menschen

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Die Vorteile der Welpenschule

Wer einen Welpen adoptiert, kann die Welpenerziehung natürlich in Eigenregie angehen. Indem man sich vorab ein wenig einliest, kann man das Hundewissen auffrischen. In der Regel ist der Besuch einer Welpenschule dennoch empfehlenswert. Dafür sorgen vor allem die folgenden Vorteile:
  • fachliche Anleitung durch kompetente Hundetrainer/innen
  • vielfältige Spielmöglichkeiten für Welpen
  • unterschiedlichste Reize
  • Kontakt zu Artgenossen

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So laufen Kurse im Bereich der Welpenerziehung ab

Welpenkurse verfolgen stets einen spielerischen Ansatz und geben den Hunden die Gelegenheit, ausgiebig miteinander zu spielen. Währenddessen kann sich der Welpe nicht nur austoben, sondern verbessert auch seine soziale Kompetenz. Zwischendurch können immer wieder kleine Übungen, wie zum Beispiel das Heranrufen oder das Gehen an der Leine, stattfinden. Nebenbei werden die Welpen mit unterschiedlichen Reizen konfrontiert, indem sie einen Parcours durchlaufen oder auch in der Welpengruppe kleine Ausflüge unternehmen. Welpenkurse finden in der Regel einmal wöchentlich statt und erstrecken sich über mehrere Wochen. Wenn der Hund dann 16 oder 18 Wochen alt ist, ist er dem Welpenkurs entwachsen. An diesem Punkt endet zwar die Welpenschule, aber in keiner Weise die Hundeerziehung.

Ab wann in die Welpenschule? Alter und Impfungen

Ein Welpe darf nach der Tierschutz-Hundeverordnung erst im Alter von über acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Die meisten Welpen ziehen deshalb frühestens mit gut acht Wochen ein. Nach einer Woche Eingewöhnung kann die Welpenschule beginnen, solange der Hund noch jung genug für die Gruppe ist.

Weil sich in Welpengruppen viele junge Hunde begegnen, achten die Schulen auf den Impfschutz. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt in ihrer Leitlinie von 2025 diese Grundimmunisierung:

AlterImpfung gegen
8 WochenParvovirose, Staupe, Leptospirose
12 WochenParvovirose, Staupe, Leptospirose
16 WochenParvovirose, Staupe
15 MonateParvovirose, Staupe, Leptospirose

Die erste Impfung bekommen die meisten Welpen noch beim Züchter. Gegen Zwingerhusten (Bordetella und Parainfluenza) rät die Leitlinie ausdrücklich dann zu impfen, wenn ein Hund viel Kontakt zu Artgenossen hat, und nennt Welpengruppen als Beispiel. Tollwut zählt seit der aktuellen Leitlinie nicht mehr zu den Impfungen, die jeder Hund braucht, ist aber für Reisen ins Ausland vorgeschrieben. Was genau eine Welpenschule verlangt, steht in ihren Teilnahmebedingungen. Sprich den Impfplan mit deiner Tierarztpraxis ab.

Für die erste Stunde mitbringen: Impfpass, gut sitzendes Halsband oder Geschirr, eine normale Leine (keine Rollleine), kleine weiche Leckerli, Wasser und etwas Geduld. Füttere den Welpen vorher nicht zu viel, mit leichtem Hunger arbeitet er lieber mit.

5 Tipps zur Vorbereitung auf den Einzug eines Welpen

Wer einen Hund anschaffen möchte und bald einen Welpen bekommt, ist voller Euphorie. Die Vorfreude ist riesengroß, schließlich zieht bald der ersehnte Vierbeiner ein. Die Zeit bis dahin kann man sinnvoll nutzen, indem man einige Vorkehrungen trifft und sich auf den Einzug des Welpen vorbereitet. Passend dazu gibt es nachfolgend fünf kurze Tipps:
  • Machen Sie Ihre Wohnung welpensicher!
  • Kaufen Sie das notwenige Hundezubehör, wie zum Beispiel Leine, Näpfe und Körbchen!
  • Erkundigen Sie sich nach einer guten Welpenschule in der Nähe!
  • Nehmen Sie sich Urlaub für die erste Zeit nach dem Einzug des Welpen!
  • Kümmern Sie sich gegebenenfalls um eine Genehmigung des Vermieters hinsichtlich der Hundehaltung!

Checkliste: Daran erkennt man eine gute Welpenschule

Dass der Besuch eines Welpenkurses, einer Welpengruppe oder einer Welpenschule sehr sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Entscheidend ist aber auch, dass es sich um eine gute Welpenschule handelt. Im Zuge der Recherche ergeben sich oftmals mehrere Optionen. Daher ist es erforderlich, eine Auswahl zu treffen. Anhand der folgenden Checkliste können sich angehende Hundehalter/innen vergegenwärtigen, worauf es in erster Linie ankommt. Eine gute Welpenschule erkennt man an den folgenden Punkten:
  • Leitung durch eine/n erfahrene/n Hundetrainer/in
  • ausführliche Beratungen für die Halter/innen
  • Berücksichtigung der unterschiedlichen Größen und Rassen
  • Freispiel, Übungen und Pausen wechseln sich ab
  • geringe Teilnehmerzahl
  • zusätzliche Ausflüge in der Welpengruppe

Wann sollte man mit einem Hund die Welpenschule besuchen?

Wenn ein Welpe einzieht, sollte er zunächst die Gelegenheit bekommen, sich in seinem neuen Zuhause einzugewöhnen. Nach rund einer Woche kann der erste Besuch der Welpenschule aber durchaus eingeplant werden. So wird der Welpenkurs zu einem Teil des Alltags und begleitet die Prägung sowie Erziehung des Welpen von Anfang an.

Was kostet der Besuch der Welpenschule?

Die Kosten, die im Rahmen des Besuchs der Welpenschule anfallen, können stark variieren. Einige Anbieter rechnen pro Stunde ab, während in anderen Fällen der gesamte Welpenkurs gebucht wird. Es gibt zudem auch Abo-Modelle, bei denen ein pauschaler Monatsbeitrag erhoben wird, der zur Inanspruchnahme verschiedener Kurse der Hundeschule berechtigt. Allgemeingültige Angaben zu den Preisen von Welpenkursen kann es somit nicht geben.

Was unsere Auswertung zeigt: Wir haben im Oktober 2026 die Preislisten der Hundeschulen in unserem Verzeichnis ausgewertet. Ein geschlossener Welpenkurs kostet bei 84 Schulen mit eindeutiger Angabe im Median 145 €, die mittlere Hälfte liegt zwischen 110 und 205 €. Meist sind darin sechs bis zehn Termine enthalten, manchmal auch ein Theorieabend oder ein Hausbesuch. In offenen Welpengruppen zahlst du je Termin, im Median 18 € (mittlere Hälfte 15 bis 20 €). Welpenstunden sind damit etwas günstiger als normale Gruppenstunden mit 20 €. Wo Schulen eine Obergrenze nennen, liegt sie meist zwischen vier und acht Welpen pro Gruppe. Alle Preise für Gruppen, Einzelstunden und Karten findest du in unserer Auswertung Was kostet eine Hundeschule?

Wie geht es nach der Welpenschule weiter?

Wenn der Hund kein Welpe mehr ist und zu einem Junghund herangewachsen ist, endet die Welpenschule. Die richtige Hundeerziehung fängt dann aber erst an. Dementsprechend bietet es sich an, nach der Welpenschule die Hundeschule weiter zu besuchen. Häufig werden spezielle Junghundekurse angeboten.

Häufige Fragen zur Welpenschule

Ab welchem Alter kann ein Welpe in die Welpenschule?

Sobald er eingezogen ist und sich etwa eine Woche eingewöhnt hat. Welpen dürfen erst mit über acht Wochen von der Mutter getrennt werden, die meisten starten also frühestens mit etwa neun Wochen. Mit 16 bis 18 Wochen sind sie der Welpengruppe meist entwachsen.

Was kostet eine Welpenschule?

Ein Welpenkurs kostet nach unserer Auswertung im Median 145 € für meist sechs bis zehn Termine. In offenen Welpengruppen zahlst du je Termin, im Median 18 €.

Muss mein Welpe für die Welpenschule geimpft sein?

Viele Schulen verlangen den Impfpass. Die Impfleitlinie der StIKo Vet sieht Impfungen mit 8, 12 und 16 Wochen vor, die erste meist noch beim Züchter. Für Welpengruppen empfiehlt sie zusätzlich den Schutz gegen Zwingerhusten.

Wie oft und wie lange geht man in die Welpenschule?

Meist einmal pro Woche über mehrere Wochen. Ein Kurs umfasst häufig sechs bis zehn Termine, eine Stunde dauert oft nur 45 bis 60 Minuten, weil Welpen sich nicht lange konzentrieren können.

Wie groß sollte eine Welpengruppe sein?

Klein. Schulen, die eine Obergrenze nennen, nehmen meist vier bis acht Welpen pro Gruppe. Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass die Trainer das Spiel beobachten und ein überfordertes Tier aus der Situation nehmen.

Lohnt sich die Welpenschule, wenn ich schon Hundeerfahrung habe?

Oft ja, weil der Welpe dort andere junge Hunde und neue Reize kennenlernt, die er zu Hause nicht hat. Für das eigene Training reichen dir vielleicht weniger Stunden.

Stand: Oktober 2026. Quellen: § 2 Tierschutz-Hundeverordnung; Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der StIKo Vet, Stand 6. Januar 2025; eigene Auswertung der Preislisten von Hundeschulen. Abschnitte bis „Wie geht es nach der Welpenschule weiter?“ aus unserem Ratgeber von 2022, ergänzt 2026.

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