In dem kleinsten Bundesland Deutschlands leben rund 680.000 Einwohner. Die Bremer sind fest davon überzeugt, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist. Denn in der Hansestadt teilen immerhin etwas 20.000 Vierbeiner ihr Leben mit den Einwohnern. Bremen bietet die direkte Nähe zum Wasser und ganz viel Grün zum Schnüffeln für die Vierbeiner. Die vielen Freilaufflächen, schönen Gassistrecken und Parkanlagen laden zu ausgedehnten Spaziergängen mit dem Hund ein. Darunter zählen zum Beispiel:
- Achterdiekpark
- Stadtwaldsee
- Knoops Park
- Hundestand in Hemelingen
Doch das harmonische Zusammenleben von Halter/in und Vierbeiner ist kein Selbstläufer. Eine solide Hundeerziehung ist unerlässlich und kann mit Hilfe von kompetenten Hundeschulen und Hundetrainern erreicht werden. Interessierte Hundehalter/innen finden in Bremen eine beachtliche Auswahl an Hundeschulen.
Dort genießen sie kompetente Hilfe und Betreuung. Zudem stärkt die gemeinsame Unternehmung die Bindung zwischen Halter/in und seinem Vierbeiner. Auch der Kontakt zu anderen Hunden kann sich positiv auf das Sozialverhalten des Hundes auswirken. Zudem ist es bei der Hundehaltung wichtig, die geltenden Rahmenbedingungen in Bremen zu kennen.
Vorschriften für Hundehalter/innen in Bremen
Seit Juli 2025 gilt das neue Bremische Hundegesetz, die Pflicht zum Sachkundenachweis seit dem 1. Juli 2026. Es löst das Gesetz von 2001 ab.
Hundeführerschein und Sachkunde
Wer seit dem 1. Juli 2026 einen Hund anschafft, braucht den Hundeführerschein: Theorie vor der Anschaffung, Praxis mit dem eigenen Hund im ersten Jahr. Wer schon vorher einen Hund hielt, muss die Prüfung nur bei gefährlichen und Listenhunden ablegen. Einen Überblick über alle Länder gibt unser Ratgeber Hundeführerschein.
Gefährliche Hunde
Pit-Bull-Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier sowie ihre Kreuzungen gelten kraft Gesetzes als gefährlich. Zucht, Handel, Erwerb und Haltung sind verboten. Eine Ausnahmeerlaubnis ist nach bestandenem Wesenstest möglich, gemeinnützige Tierheime dürfen solche Hunde aufnehmen. Andere Hunde stuft die Ortspolizeibehörde nach einem Vorfall als gefährlich ein. Dann braucht der Halter eine Erlaubnis und muss mit diesem Hund die praktische Sachkundeprüfung ablegen.
Chip, Haftpflicht und Register
Chip, Registrierung in einem anerkannten Haustierregister und eine Haftpflichtversicherung (mindestens 500.000 € für Personen-, 250.000 € für Sachschäden) sind für jeden Hund Pflicht.
Leinenpflicht in Bremen
Leine ist Pflicht in Fußgängerzonen, bei Veranstaltungen, in umzäunten Parks (außer Auslaufflächen), in Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, auf Sportanlagen, Friedhöfen und Märkten. Auf Spielplätze dürfen Hunde gar nicht.
Vom 15. März bis 15. Juli gilt in der freien Landschaft außerhalb der bebauten Stadt Leinenpflicht, also auf Wiesen, Feldern, Deichen und in größeren Baumbeständen.
Stand: Oktober 2026, geprüft an den amtlichen Gesetzestexten. Grundlage: Bremisches Hundegesetz 2025, Feldordnungsgesetz. Gemeinden können strengere Regeln erlassen, verbindliche Auskunft gibt das Ordnungsamt.
So findest du eine gute Hundeschule in Bremen
Wollen sich Hundebesitzer professionellen Rat in Sachen Hundeerziehung einholen, so ist es oft gar nicht so leicht eine qualifizierte
Hundeschule zu finden. Auf folgende Punkte sollte daher geachtet werden:
- Qualifikationen in Theorie und Praxis:
Hundeerzieher/innen bzw. Hundetrainer/innen ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Daher gibt es weder eine Ausbildungsordnung noch anerkannte Ausbildungsstätten. Gute Hundetrainer nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil, haben jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden und haben eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt Verhalten und Erziehung durchlaufen.
- Moderne Erziehungsmethoden:
Die Trainer sollten auf Basis verhaltensbiologischer Grundlagen arbeiten und auf veralteten Erziehungskonzepte verzichten. Konkret heißt das, dass der Hund nicht bestraft oder unter Druck gesetzt wird. Des Weiteren sollten keine Begriffe wie Alphatier, Rudel, vererbte bzw. angeborene Rudelstellung, Unterordnung oder Welpenschutz fallen. Solche Bezeichnungen lassen auf eine veraltete Sichtweise schließen, die mit heutigen Erkenntnissen nicht vereinbar ist.
- Einbindung des Halters:
Gute Trainer arbeiten gemeinsam mit Hund und Mensch. Der Halter wird aktiv mit eingebunden. Zudem wird ihm das beobachtende Verhalten seines Hundes sachlich und verständlich erklärt.
- Schnupperstunden:
Interessierte Hundehalter/innen gewinnen so einen Eindruck der professionellen Arbeit der Trainer und können so ihre Bedenken ausräumen.
- Interesse am Hund:
Die Trainer sollten sich über den Gesundheitszustand und die Vorgeschichte des Hundes informieren. Nur so kann ein individuelles Training erfolgen.
- Belohnung:
Wenn sich die Hunde wie gewünscht verhalten, so arbeiten professionelle Hundeschulen mit positiven Verstärkern. Belohnt werden die Hunde mit Futter, Lob oder Zuwendung. Reagiert der Hund allerdings anders als gewollt, ignorieren die Trainer sein Verhalten und bringen dem Vierbeiner eine alternative Verhaltensweise bei.
Hundeschulen in Bremen